In Extremo in der Großen Garde
Verfasst von Martin am 2. September 2009
Freitag, 28. August 2009, 17:40 Uhr – Großer Garten in Dresden: René, ich und ein paar Freunde laufen nach einigen Schwierigkeiten am Eingang ein. In 20 Minuten ist schon Einlass – meine Hoffnungen auf einen Platz in den vorderen Reihen beinahe dahin… Doch am Rand kommen wir weit vor und kurze Zeit später stehen wir am Zaun, der die Wartenden vom Festgelände trennt. Wenige Minuten später wurde es ernst: Die Erste wird durchgelassen und rennt zur Bühne. Kurz darauf steh’ auch ich – danke meiner Platzhalterin (Danke!) fast 1. Reihe. Doch Durst stellt sich ein und alle Biertrinker erhalten – gegen Pfand – einen tollen InEx-Becher. Meine Mission war klar: Ich will so einen Becher! Die Aktion hatte mich zwar endgültig in die 2. Reihe verfrachtet, aber egal…
Mit etwas Verspätung fing dann auch die Letzte Instanz als Vorband an zu spielen und die ohnehin schon erwartungsvolle Stimmung wurde immer besser – nicht zuletzt durch Titel wie Kalter Glanz, Wir sind allein, Rapunzel oder Kopfkino. Aus zeitlichen Gründen wurde der zweite Support (The Armada) schlicht und einfach gestrichen. Doch der wäre wohl auch nicht nötig gewesen, denn das Publikum war eh schon in voller Erwartung auf die 7 Extremen. Nach einer Unbauphase ertönte schließlich die abgewandelte Requiem-Version des Sængerkrieg-Albums und In Extremo versammelte sich.
Nach dem Einzug ging es sofort los mit den Sieben Köchen und danach erfreuten sie sich Frei zu sein. Ich hab jetzt nicht mehr die komplette Setlist im Kopf aber es war ein riesiges Fest als Stücke wie Vollmond, Liam, Spielmann, Sängerkrieg, Flaschenpost, Ave Maria, Ai vis lo lop, Poc Vocem, Omnia Sol Temperat, Wind oder Rasend Herz aufgespielt wurden. Leider setzte schon recht früh ein, was im Wasserschloss Klaffenbach unterbunden wurde: Pogo. Deshalb sind auch einige Mitschnitte verwackelt. Aber wie heißt es so schön: Ein In Extremo der wird niemals knien. Genauso ging auch Micha nicht auf die „Auszieh’n!“-Rufe ein. Doch erneut wurde sich genau an die Setlist gehalten und die Freunde des Spielmannfluchs wurden vertröstet.
Nach fast genau 2 Stunden verließ In Extremo die Bühne, nachdem sie Auf’s Leben „getrunken“ haben. Und nach den nicht enden wollenden „In Extremo“- und „Zugaben“-Rufen kamen sie natürlich zurück und spielten ihre drei Zugaben Küss mich, Spielmannsfluch. Villemann og Magnhild rundete das Sängerkrieg-Open-Air in Dresden ab.
Völlig ausgepowert aber glücklich wurden wir von der Security zurückgedrängt und schon bald lichtete sich der PUCK-Store. Nach dem ein oder anderen Kauf war es Zeit aufzubrechen. Auf der 10km-weiten Wanderung quer durch Dresden trafen wir sogar noch Bekannte aus Geyer, die dem Open Air auf den oberen Rängen beiwohnten. Bei René in der Wohnung angekommen, wurden noch Konzertbilder und –videos ausgetauscht und gegen 4 Uhr in der Früh gingen auch wir für wenige Stunden ins Bett…
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